Gefallenengrab

Totengedenken

 

Volkstrauertag, Mitte November

Wir gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt:

der Soldaten, die in den beiden Weltkriegen gefallen, ihren Verwundungen erlegen, in Gefangenschaft gestorben oder seither vermisst sind,

der Männer, Frauen und Kinder aller Völker, die durch Kriegshandlungen ihr Leben lassen mussten.

Wir gedenken

derer, die im Widerstand, die um ihrer Überzeugung oder ihres Glaubens willen Opfer der Gewaltherrschaft wurden, und derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken

der Männer, Frauen und Kinder, die in der Folge des Krieges auf der Flucht oder bei der Vertreibung aus der Heimat und im Zuge der Teilung Deutschlands und Europas ihr Leben verloren.

Wir gedenken

der Bundeswehrsoldaten, die in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben ließen.

Wir trauern

um die Opfer der Kriege unserer Tage,
um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung,
um die Opfer sinnloser Gewalt.

Wir trauern

mit den Müttern und Vätern und mit allen, die Leid tragen, um die Toten.
Doch unser Leben gilt der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern und auf Frieden in der Welt.
Mögen Sie ruhen in Frieden. Amen.

 

GefallenenGrabAb2009

 

2016

Herbst 2016
- 100 Jahre nach dem Kohlrübenwinter 1916/1917
      der erste Weltkrieg hatte Hunger & Tod in die Heimat gebracht
- 100 Jahre nach der Schlacht an der Somme
      am ersten Tag in 45 Minuten 8000 tote Soldaten, am ganzen Tag 20.000 Tote
      in 4,5 Monaten der Schlacht 1,2 Millionen Tote !

Die Oberliezheimer, deren Namen hier auf der Inschrift des zweiten Weltkrieges stehen, wären heute um die 100 Jahre alt.
Das Leben hätte sie vermutlich mittlerweile auf normalem Wege hierher gebracht.
Doch sie wurden im Alter von 20 bis 40 Jahren aus dem Leben gerissen, irgendwo.

Sind das für uns nur historische Fakten des letzten Jahrhunderts oder was bewirken diese in uns ?
Wie denken wir z.B. über Europa ?

Ja, Europa hat an harten Themen zu beißen, Risse zeigen sich. Leider hat sich ein Mitgliedsstaat durch Lügen der einen Seite und ungenügende Aufklärung auf der anderen Seite selbst aus dem Verbund gewählt. Aber die Europäische Union ist gewissermaßen die Gestalt gewordene Lehre aus den verheerenden beiden Weltkriegen: Nicht nur Nutzen aus einer Gemeinschaft ziehen, sondern im Gespräch den Frieden immer wieder neu gestalten und erhalten.

Hetzen und Aufstacheln sind anscheinend wieder salonfähig – so viele folgen den Rattenfängern.
Der Umgangston ist rauer, die Wortmeldungen werden abfällig.
Einfache Antworten auf die nicht einfachen Zusammenhänge dieser Welt kann es nicht geben.
Und wer schreit, kann nicht zuhören - kann damit auch nicht logisch denken.
Homo Sapiens – fang endlich an zu denken - mach dir die Mühe zu denken und werde deiner gerecht.

Carolin Emcke, Friedenspreisträgerin des deutschen Buchhandels 2016, sagte:
„Freiheit ist nicht etwas, dass man besitzt, sondern etwas, dass man tut.
Den Kampf gegen Hass und Verachtung darf man nicht an die Politik delegieren“.

Ja, darf man nicht nur an die Politik delegieren, weil wir die breite Masse sind.
Die Multiplikatoren von Wertschätzung, Vergebung, Vorbild sein – das sind wir !

Kennen denn alle noch die ersten 20 Artikel unseres Grundgesetzes ? Und warum diese so formuliert wurden ?
Dann bitte heute, an so einem Erinnerungstag, mal das schlichte, dünne Büchlein aus dem Regal holen und nochmal nachlesen, vielleicht in der Familie vorlesen und darüber reden. Oder per Tablet aus dem Internet.
Ist das uncool ? Nein, es wäre wichtig !

Integration fordert beide Seiten heraus. Einfach ist es sicher nicht.
Aber „Der will nicht !“ sagt sich schnell.
„Lassen wir denn ?“ sollten wir uns fragen. Geben wir denn anderen eine Chance ?
Unser Handeln im Alltag trägt zu Integration bei oder erschwert sie.
Unser Denken und Handeln im Alltag sind Zeugnis unseres Charakters.
Wir sind nicht Zuschauer, wir sind Akteure, wir sind mitten drin.

Ich lege diesen Kranz nieder zum Gedenken an die Opfer und Toten aller Kriege.
Mögen wir nicht ruhen im Streben nach Frieden.

(Peter Sporer)
(Worte von Carolin Emcke, Friedenspreisträgerin des deutschen Buchhandels 2016)
(Auszüge aus "frieden", Zeitschrift des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber e.V. - Oktober 2016)
(Auszüge aus einem Interview von Matthias Zimmermann mit Herfried Münklera vom 29.10.2016)
(Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bei grundgesetz-gratis.de)

2015

Es ist schon echt bedrohlich.
Noch vor einem Jahr konnte man sich über Kriege unterhalten  - und sich dann wieder dem Alltag hingeben. Und wenn man keinen Rat mehr wusste, auch egal. Und der hoffnungsvollste Spruch war „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.“

Jetzt ist das irgendwie anders – „Stell dir vor es ist Krieg - und alle kommen zu uns !“

Es macht Angst, wie viele kommen.
Es macht Angst, dass die da oben sich nicht einig sind und keinen schnellen Rat wissen.
Es macht Angst, was das mit uns machen wird.

Am 8. Mai vor 70 Jahren endete der 2. Weltkrieg.
Einige unter uns haben die Flüchtlingsströme damals noch persönlich miterlebt.
Um 1961: Jeden Tag fliehen 1000 Menschen aus der DDR.
Um 1973: Gastarbeiter kommen zu uns und später ihre Familien
Um 1990: Flüchtlinge durch die Balkan-Kriege

Angst vor Fremdem und Unbekanntem ?
Dann auch mal hingehen, helfen, die Menschen kennenlernen.
Angst vor Verbrechen und Gewalt ?
Momentan hab ich mehr Angst vor dem rechten Mob.

Was sind denn die Werte der sogenannten „christlich-abendländischen Kultur“ ?
Frieden, Menschenrechte, Demokratie, Freiheit, Toleranz, Rechtstaatlichkeit, Solidarität, …
Haben die „Genfer Flüchtlingskonventionen“ nicht auch damit zu tun ?

Reden wir daheim am Kaffeetisch auch mal darüber ?
Und lästern nicht nur über Wirtschaftsflüchtlinge und packen alle in einen Hut ?
Wie viele deutsche Steuerflüchtlinge gibt es denn ? Wann sind wir nur auf Eigennutz aus ?

Gehört „Respekt“ nicht auch zu den Grundwerten ?
Und was ist mit der inszenierten Respektlosigkeit als etablierte Unterhaltung ?
Finden wir das nur Lustig oder auch Bedenklich, was das mit uns mit der Zeit machen wird ?

Auch „Demut“ ist ein Wert - Mut über sich nachzudenken, sich zu hinterfragen.
Wo Demut fehlt, meint man, die einzige Wahrheit zu kennen, die einzig richtige Meinung zu haben.
Die heutige Welt hat so viele Perspektiven – es gleicht Hochmut, nicht zuzuhören und nachzudenken.

Um es mit den Worten unserer Bundeskanzlerin zu sagen:
"Das ist nicht mein Deutschland", wo Hass und Verachtung offen zur Schau gestellt und - noch mehr - beklatscht werden, egal ob in Dresden oder in einer Bürgerversammlung in Bissingen.

Aber das ist mein Deutschland, wo freiwillige Helfer bei einer humanitären Katastrophe anpacken, nicht wegsehen. Wo man es versucht, auch wenn es nach viel Arbeit und Veränderung aussieht.

Und dann kommt da einmal im Jahr so ein Gedenktag – der Volkstrauertag.
Man redet über die vergangenen Kriege, die Opfer, die Leidtragenden – nach 70 Jahren und mehr.
Aber nicht die Opfer brauchen den Gedenktag – wir brauchen ihn.
Die Notwendigkeit des europäischen Zusammengehens lässt sich wohl kaum eindrucksvoller unter Beweis stellen als durch einen Blick auf den Wahnsinn der Kriege des 20. Jahrhunderts.
Der Volkstrauertag bewahrt uns vor dem Vergessen, vor Illusionen oder Blindheit.

Ich lege diesen Kranz nieder zum Gedenken an die Toten und Opfer aller Kriege und Gewalt.
Mögen Sie ruhen in Frieden. Amen.

(Peter Sporer)
(Worte der Bundeskanzlerin Angela Merkel, 2015)
(Worte aus dem Vortrag "Respekt" von René Borbonus, 2015)
(Auszug aus dem Geleitwort des Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, 2015, Markus Meckel)

 

2014

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Syrien, Ukraine, Israel, Irak, Flüchtlinge, Tod, Leid, Hass – gibt es bei dieser Aufzählung überhaupt ein Ende ?
Deutschland – Hooligans und Rechtsradikale – Salafisten und IS-Anhänger – was geht jetzt ab ?
Wer verstummt nicht bei den Bildern und Nachrichten aus Deutschland und aller Welt ?
Und was hat dies alles mit dem Gedenken zu tun, welches wir heute begehen - den Volkstrauertag ?

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Vor 100 Jahren begannen sich die Mächte Europas in einen verheerenden Krieg zu stürzen – den 1. Weltkrieg.
Gewiss waren es Entscheidungsträger, welche keine Alternativen mehr gesehen haben. Aber auch das Volk ließ sich blenden, dass man an Weihnachten 1914 wieder daheim sei.
4 Jahre menschenverachtender Krieg war die Folge.

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Vor 75 Jahren waren es die irrwitzigen Landnahmepläne eines einzelnen, Adolf Hitler, welche, verbunden mit Rassenhass und diktatorischer Gewalt, die Welt erneut erzittern ließen – im 2. Weltkrieg.
Auch hier glaubte man einem Blender, dass man Russland in einem Sommer einnehmen könne. Viel tiefer griff aber sicher das Gift, welches über die Hitlerjugend und andere Propagandawege in die Köpfe der Menschen gestreut wurde, dass man über anderen Menschen stehe.
Unmenschliches wie Auschwitz war die Folge.

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Und was sollen nun all die Reden ?
Was bleibt, wenn ein jeder nachher von diesem Friedhof wieder heimgeht ?

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Was denken wohl die Menschen in 75 oder 100 Jahren über uns ?
Über unsere Ansichten, Überzeugungen, Engstirnigkeiten, Fehleinschätzungen ?
Welchen „Führern“ folgen wir heute ? Unüberlegt, unreflektiert, vorschnell, geblendet ?
Wo handeln auch wir nicht ?

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Die Reden sollen jeden zum Nachdenken bringen, der Volkstrauertag soll die Erinnerung wach halten und mahnen.
Wir müssen aufmerksam sein. Keiner kann sich aus der Pflicht nehmen.
Salafisten und IS-Anhänger, Hooligans und Rechtsradikale sind vielleicht die extremsten Auswüchse falscher Entwicklungen, aber im Kleinen ist jeder von uns gefordert.

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Unwissenheit und Vergessen verbunden mit Ignoranz und Überheblichkeit sind die Vorstufen zu den Entwicklungen, welche damals wie heute Leid und Schrecken bringen.

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Am Arbeitsplatz, in der  Schule, im Verein, vor allem in der Familie – das sind die Orte, wo im Alltag Meinungsbildung erfolgt, wo Gutes oder eben Schlechtes entsteht und gefördert wird: Junge Menschen bekommen die Meinung der Eltern und Verwandten mit. Hier müssen die Themen auf den Tisch, muss gesprochen und diskutiert werden. Muss gefragt und hinterfragt werden. Und zwar nicht auf dem Niveau der Bild-Zeitung !

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Zuhören, dem anderen verstehen helfen - wenn man merkt, der hat sich verirrt.
Und nicht selber mauern, blockieren, aufgeben.
Manchmal muss man jemanden dort, wo er gedanklich ist, abholen und Brücken bauen.

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Das ist heutzutage der Kernpunkt von Diplomatie: Miteinander reden
Wo das Reden aufhört, fängt der Krieg an !

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Ich möchte gerne auch die Zauberworte von Papst Benedikt nennen:
BitteDankeEntschuldigung : Probiert es ! Es tut gut und verändert das Miteinander.

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Ich lege diesen Kranz nieder als Zeichen des Nicht-Vergessens
und damit des Gedenkens an die Toten und Opfer aller Kriege.
Mögen Sie ruhen in Frieden. Amen.

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(Peter Sporer)

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2013

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Der Volkstrauertag wurde nach dem 1. Weltkrieg eingeführt, um sich an unsere Kriegstoten, Gefallenen und Vermissten zu erinnern. Heutzutage wird an alle Opfer von Krieg und Gewalt, Verfolgung und Vertreibung gedacht und Frieden und Versöhnung angemahnt.

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Erinnern allein reicht hier nicht – die Schulstunden sind voll von Geschichten über die Kriege der Menschheit. Die Medien berichten von den Flächenbränden unserer Welt, vom Unfrieden in unserem Land, von Feindschaften und Hass zwischen Menschen.

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Wie weit sind die Zustände in unserem heutigen, ach so aufgeklärten Deutschland entfernt von den Zuständen damals ?

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Der Volkstrauertag muss unser Handeln beeinflussen.
Das Erinnern ist der erste Schritt, Nachdenken ist der zweite, Handeln der dritte.

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Aber was bringt das Handeln eines Einzelnen ?

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Ein jeder sollte darüber nachdenken, wer eigentlich zuständig ist für die Zustände in unserem Land und unserer Gesellschaft ? Sind es allein Politiker, Verwaltungen, Unternehmen, Verbände, Institutionen ? Oder sind wir es nicht irgendwie alle ?

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Ein jeder sollte darüber nachdenken, was das für einen ganz persönlich bedeutet ? Was kann ich als einzelner Mensch, als Bürger, als Einwohner, als Autofahrer, als Nachbar, als Vereinsmitglied, als Ansprechpartner für Kollegen, einfach nur als Mensch dafür tun, dass meine Mitmenschen und ich in guten Zuständen leben ?

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Ein jeder sollte darüber nachdenken, worüber er eigentlich jammert ? Was kann ich ändern in meinem direkten Umfeld ? Wie definiere und wie gestalte ich für mich meine individuelle Zuständigkeit ?

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Unser Bundespräsident Joachim Gauck sagte einmal:
„Es ist unser Land, in dem wir Verantwortung übernehmen, wie es auch unser Land ist, in dem wir Verantwortung scheuen. Bedenken sollten wir dabei: Derjenige, der gestaltet, wie derjenige, der Abseits steht, beide haben sie Kinder. Ihnen werden wir dieses Land übergeben. Es ist der Mühe wert, es unseren Kindern so anzuvertrauen, dass auch sie zu diesem Land „unser“ Land sagen können.“

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Und unser Land soll in Frieden leben und gedeihen, soll auf Werten gründen, soll Freiheit, Recht und Gerechtigkeit vermitteln.

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- Erinnern an das, was damals war.
- Nachdenken darüber, wie es soweit kommen konnte.
- Handeln, so dass jeder einzelne sein Umfeld zum Besseren verändert.
Dann geben wir auch den Sinn des Volkstrauertages in mehrfacher Hinsicht an unsere Kinder weiter.

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Ich lege diesen Kranz nieder als Aufruf für den Frieden und zum Gedenken an unsere Toten.
Mögen Sie ruhen in Frieden.

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(Peter Sporer)
(Auszüge aus: Podcast Stefanie Voss, Abenteuer Leben – Abenteuer Verantwortung, AVA05, 23.04.2012)
(Auszug aus der Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck am 18.03.2012 im dt. Bundestag)

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2012

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Und immer wieder aufs Neue wirft der Volkstrauertag, den wir heute hier in Oberliezheim auch begehen, viele Fragen auf.
Wie können wir heute noch trauern um die Ereignisse von damals ? Wie vermittelt man das den Kindern und Jugendlichen ?
Man hat das Gefühl, die beiden Weltkriege sind nur noch in den Geschichtsbüchern aktuell.

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Und - Kriege gibt es heute unvermindert viele, weltweit, noch mehr denn je.
Kriesenherde, Unterdrückung, Vertreibung, Gräueltaten.
Hat all das Erinnern einen Sinn ?

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In einem modernen, englischsprachigen Kirchenlied heißt es übersetzt:
Schau dich um, mein Freund. Sag mir, was du alles siehst.
Ist es wahr, dass die Menschheit blind ist ?
Immer sucht und niemals findet ?
Schauen wir uns gegenseitig ins Gesicht.
Können wir nicht erkennen: Es gibt keine besseren Menschen !
Warum müssen Menschen sterben nur für den Stolz von Nationen oder dem Machthunger Einzelner ?

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70 Jahre nach Stalingrad, von 300.000 Soldaten sind nur 6.000 zurückgekehrt …
Die Kälte des Winters damals, die unvollstellbaren Grausamkeiten …
Und heute ? Emotionale Kälte in unserer Gesellschaft …

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Unsere Aufgabe ist es, das Vermächtnis der Opfer von damals – den Wunsch nach Frieden – zu erfüllen !

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In dieser Welt sind wir aufgerufen aufzustehen, unsere Stimme zu erheben.
Hinsehen - nicht Wegsehen !
Einschreiten – nicht Weggehen !

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Und wir sollen auch unseren Geist und Verstand erheben - unser eigenes Weltbild prüfen.
Der Mensch ist höchst irrational – wir glauben oft, unsere Sichtweise ist die einzige und richtige.
Hören wir uns lieber öfters mal selber zu, wie wir denken, reden und handeln.

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Der Volkstrauertag als ein Tag des Gedenkens und Erinnerns ist nach wie vor aktuell und wichtig.
Er verbindet alle Generationen in der Verpflichtung und Verantwortung zur Erinnerung.

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Möge der Volkstrauertag zum Volksfriedenstag werden.
Nur Frieden bedeutet Sicherheit und Wohlergehen für uns alle.

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Ich lege diesen Kranz nieder als Mahnung für den Frieden und zum Gedenken an unsere Toten.
Mögen Sie ruhen in Frieden.

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(Peter Sporer)

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2010

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Wir haben letztes Jahr die Schriftzeichen am Denkmal erneuert.
Die Zeit hat die Farbe verblassen lassen,
die Namen waren fast nicht mehr zu lesen.
Die Zeit lässt auch die Erinnerung verblassen,
die Erinnerung an die Geschehnisse vor 70 Jahren.
Ein Menschenleben.
Zeitzeugen gibt es fast nicht mehr.

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Und dann lesen wir im Frühjahr 2010 von Vorgängen in Ungarn,
wo in der Politik und Gesellschaft offen
rassistische, antisemitische, nationalsozialistische Propaganda betrieben wird -
aufgebaut auf den gleichen hirnverbrannten Gedanken,
welche schon einmal Europa brennen ließen.
Und diese Gedanken gibt es überall - auf der Welt - in Europa - auch in Deutschland.

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In unserem Pfarrhof sind immer wieder junge Leute -
und die sehen auch dieses Denkmal hier,
die sehen die Gedenktafeln in der Kirche.
Und Kinder sollen ruhig fragen dürfen: Was bedeutet das ?
Und wir müssen es ihnen erklären - was damals war - was nie wieder sein darf.
Wir haben mittlerweile die ersten Generationen,
welche ohne Berliner Mauer aufgewachsen sind.
Erinnerung - Mahnung - Vorbeugung - eine ständige Aufgabe.

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Jeder soll sich mal fragen: Was kann ich tun - im Namen Jesu ?
Frieden ist nicht nur ein Thema in fernen Ländern.
Es fängt in unseren Familien an, in unserem Dorf, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen.
Wir müssen Zivilcourage zeigen - und dem Vergessen die rote Karte.

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Ich lege diesen Kranz nieder als Zeichen des Nicht-Vergessens
und damit des Gedenkens an die Toten und Opfer aller Kriege.
Mögen Sie ruhen in Frieden.

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(Peter Sporer)

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Renovierung des Gefallenengrabes:

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Im Sommer 2009 wurden die Schriftzeichen der Gedenkstätte durch die Fa. Schmid aus Dillingen/Höchstädt erneuert. Nun können die Namen der Soldaten wieder deutlich gelesen werden - die Erinnerung und die Namen dürfen nicht verblassen.

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GefallenenGrabVorher

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Vor der Renovierung

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Gedächtnistafel 1939 - 1945

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Gedenktafel-1939-1945

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Gedächtnistafel Feldzug 1812

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GedaechtnisTafelFeldzug1812

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